Wie man ein entspanntes Weihnachtsfest gestalten kann

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten – die einen freuen sich auf eine entspannte Zeit, die anderen sind beim Gedanken an aufwändige Menüs, Zusammenkünfte der ganzen Familie und durchtaktete Weihnachtstage eher gestresst. Diese Zeit, die anders als der Alltag ist, kann für Menschen mit Autismus besonders anstrengend sein. Wie man die Feiertage trotzdem genießen kann.

Ruhe und Besinnlichkeit?

Weihnachten soll eigentlich eine Zeit der Ruhe und Besinnung sein. Sich zum Ende des Jahres auf das Wesentliche konzentrieren, Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen und einander mit Geschenken Danke zu sagen. Die Realität sieht manchmal anders aus: Das ständige Beisammensein über die Feiertage und zum Beispiel Zusammenkünfte der Großfamilie können ziemlich anstrengend sein.

Oft ist Weihnachten ein Anlass, sich mit Menschen, die man lange nicht gesehen hat, zu treffen. Und wer sich lange nicht gesehen hat, hat viel zu erzählen. Vor allem bei größeren Familien oder Freundeskreisen können solche Zusammenkünfte schonmal sehr laut und anstrengend werden, weil alle durcheinander reden. Deshalb ist es wichtig, sich Ruheorte zu schaffen, in die man sich zurückziehen kann – zum Beispiel ein anderes Zimmer. Dies sollte zuvor mit den Anwesenden kommuniziert werden, damit sich niemand wundert, wenn man mal für eine Weile den Raum verlässt.

Gute Planung

Wer weiß, wann was geschieht, welche Besuche wann stattfinden und für wie lange, der kann sich darauf einstellen. Eine gute Planung erleichtert die Weihnachtszeit und es kommt weniger Stress auf. Ein wichtiges Stichwort ist auch hier: Kommunikation. Wer von vornherein festlegt, dass er nicht den ganzen Abend bei den Verwandten bleibt, aber gerne für 2 Stunden vorbeikommt, dem ist niemand böse, wenn er sich nach 2 Stunden freundlich verabschiedet.

Ein weiterer Vorteil von ein wenig Planung: Man kann feste Zeiten einplanen, in denen man einfach mal alleine sein kann. Solche Ruhezeiten sind wichtig, um auf der anderen Seite das Zusammensein mit seinen liebsten Menschen wirklich genießen zu können.

Entspannte Feiertage

Man merkt vielleicht: Diese Tipps sind prinzipiell für jeden anwendbar, ob mit Autismus oder ohne. Denn die Weihnachtszeit kann für jeden anstrengend sein – Autisten nehmen diese Reize nur oft deutlicher wahr und müssen deshalb eher einen Ausgleich schaffen. Aber auf der anderen Seite kann Weihnachten eben auch sehr schön sein. Mithilfe der Tipps kann man diese Zeit ganz bewusst gestalten und die Feiertage genießen. Ob alleine, mit Freunden oder Familie. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und schöne Feiertage!

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