Wie man Weihnachtsstress vermeidet

An sich ist die Weihnachtszeit etwas Schönes – bewusst alles etwas ruhiger angehen und mit Freunden und Familie die gemeinsame Zeit genießen. Allerdings kann Weihnachten auch mit Stress einhergehen, denn das ständige Beisammensein kann gerade für Menschen mit Autismus auf Dauer anstrengend werden. Hier einige Tipps, wie man Weihnachtsstress reduzieren kann.

Entspannter Geschenkekauf

Weihnachten wird geschenkt. Und der Geschenkekauf kann – gerade, wenn man damit bis in die letzten Tage vor Weihnachten wartet – sehr stressig sein. Und zwar nicht nur für Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Online bestellen ist zwar bequem, aber wenn nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten ist, kann es mit der rechtzeitigen Lieferung knapp werden und außerdem ist das Finden von den richtigen Geschenken für die Lieben meist viel leichter, wenn man im Laden kauft.

Der allgemeine Tipp für einen entspannten Geschenkekauf ist also quasi immer, möglichst früh zu kaufen und damit die Zeit zu umgehen, in der alle hektisch und gestresst nach Geschenken suchen. Realistisch ist das aber erfahrungsgemäß nicht. Daher ist also zumindest ein sinnvoller Tipp, zum Einkaufen vielleicht lieber in den Nachbarort zu fahren. Dort ist die Chance wesentlich kleiner, häufig Bekannte zu treffen und in Gespräche verwickelt zu werden, in die man in der ohnehin schon hektischen Situation vielleicht nicht verwickelt werden möchte.

Rückzugsräume schaffen

Weihnachten wird immer als Zeit von Ruhe und Besinnlichkeit angepriesen. Erfahrungsgemäß ist das aber leider nicht durchgängig so. Wenn sich Freunde und Familie auf engem Raum zusammenfinden, kann es oft laut werden, gerade wenn man sich lang nicht gesehen hat und es viel zu erzählen gibt. Wenn man mit der Lautstärke Probleme hat, sollte man sich in solchen Fällen nicht schämen und darum bitten, nach Möglichkeit vielleicht etwas ruhiger zu sein. Sollte es trotzdem schnell wieder lauter werden, so verstehen die anderen wenigstens besser, warum man sich eventuell kurz zurückzieht. Dafür sollte man sich vorher gezielt einen Rückzugsraum schaffen. Falls der Lärm von Kirchenglocken als störend empfunden wird, kann auch helfen, sich zu informieren, wann diese läuten. Das tun sie in der Weihnachtszeit öfter und es führt zu weniger Stress, wenn man darauf vorbereitet ist. Schwierig ist es mit den Silvesterknallern, die einige Chaoten vorzeitig zünden. Hierauf kann man sich nicht direkt einstellen, daher sollte man versuchen, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Die Knallerei dauert in den meisten Fällen zum Glück vor Silvester nicht lang an.

Kinder nicht überfordern

Für Kinder mit Autismus kann vieles an Weihnachten anstrengend sein. Oben genannte Tipps gelten auch für sie: Man sollte darauf achten, ob das Kind eventuell durch den Lärm des Beisammenseins gestresst wird und ihm im Zweifelsfall ermöglichen, sich diesem zu entziehen. Das heißt vor allem dann, wenn das Kind bei anderen zu Gast ist: Rückzugsräume schaffen. Viele Geschenke zur Bescherung können außerdem Kinder mit Autismus überfordern: Die Eindrücke, die vielen Gegenstände werden leicht zu viel. Daher ist es oft ratsam, das Auspacken eventuell über mehrere Tage zu verteilen. Einen Overload zu vermeiden ist in jedem Fall wichtiger als alle Beteiligten am Auspacken teilhaben zu lassen. Denn wenn alle entspannt sind, ist es in jedem Fall für alle ein besinnlicheres und schöneres Weihnachtsfest.

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